Wenn die Segelsaison zu Ende geht und die meisten Gäste wieder festen Boden unter den Füßen haben, beginnt für die Skipper eine ganz andere Zeit: der Winter. Eine Phase, die vielleicht ruhig wirkt, es aber längst nicht immer ist. Denn auch ohne Gäste an Bord stehen die Schiffe nicht still.
Manche Winter zeigen sofort, was sie können
Schnee, Eis, starker Wind und unerwartete Bedingungen im ganzen Land. Und dennoch machten sich Senna und Guusje, die neuen Eigner der Amore Vici, gemeinsam mit ihrem Baby auf zu ihrer allerersten eigenen Überfahrt – von Franeker nach Groningen. Ihre Reaktion: „Es war manchmal wunderschön und manchmal sehr kalt, aber wir sind heil angekommen nach unserer ersten eigenen Überfahrt von Franeker nach Groningen! Es war besonders und schön – aber nächstes Jahr machen wir das lieber nicht mitten im Winter 😅“

Typisch so ein Erlebnis, das man nie wieder vergisst. Der Schnee und das Eis waren nicht nur herausfordernd, sondern sorgten auch für außergewöhnlich schöne Bilder. Raue Himmel, stille Häfen, Schiffe unter einer Schneedecke – Momente, die man normalerweise nicht zu sehen bekommt.

Zurück nach Hause
Was viele nicht wissen: Im Winter liegen Schiffe oft nicht im gewohnten Abfahrtshafen. Viele Skipper bringen ihr Schiff in dieser Zeit näher an ihr Zuhause. Nicht nur aus emotionalen Gründen, sondern auch aus praktischen.
So finden Sie im Winter zum Beispiel:
- Waterwolf von Olaf in Amsterdam
- Nirwana von Irene in Harlingen
- Vertrouwen von Lex und Irma in Leiden
- Sûdwester von Wilfred in Elburg
Andere Eigner verfolgen mit ihren Schiffen wiederum ganz andere Pläne. So liegt die Boreas von Henk und Grietje derzeit in Amsterdam und kann dort über Airbnb als Wohnschiff gebucht werden. Auch für Wamme von der Avontuur spielt Amsterdam in diesem Winter eine wichtige Rolle für das, was er seinen Gästen vermitteln möchte. „Ich liege in Monnickendam, aber nicht, weil ich dort wohne“, erzählt er. „Sondern um das Schiff gezielt Gruppen anzubieten, die ein Wochenende in Amsterdam erleben möchten.“
Arbeiten, schrauben und verbessern
Der Winter ist die Zeit der Instandhaltung. Von Malerarbeiten bis Holzarbeiten, von der Kontrolle der Segel bis zur Technik an Bord. Große und kleine Aufgaben, die während der Saison liegen bleiben, bekommen jetzt Aufmerksamkeit.
So ließ Katja bei ihrer Vertrouwen in Harlingen den Motor austauschen – kein kleiner Eingriff, aber einer, der für eine sichere und zuverlässige kommende Saison sorgt. Und so passiert auf vielen Schiffen einiges: bessere Isolierung, Arbeiten in der Kombüse, noch gemütlichere Aufenthaltsräume.

Nicht nur, weil es nötig ist, sondern weil Skipper ihr Schiff als ihr Zuhause betrachten – und möchten, dass auch Sie sich als Gast an Bord genauso willkommen fühlen.
Der Winter ist auch eine Zeit des Vorausblickens
Neben Arbeiten und Fahrten ist der Winter auch eine Phase des Planens. Träumen vom kommenden Saisonstart, von neuen Routen, Verbesserungen an Bord – und natürlich von den Gästen, die bald wieder mitsegeln.
Wenn Sie also im Winter an einem Hafen entlanggehen und dort ein Schiff sehen, das normalerweise nicht von dort aus startet, dann wissen Sie: Wahrscheinlich wird dort gerade intensiv gearbeitet. Oder es ist gerade eine besondere Winterfahrt zu Ende gegangen.
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